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Immobilie

Einbruchschutz – Auch für Vermieter ein wichtiges Thema!

Sebastian Ludwig

Laut den neuesten Statistiken findet in Deutschland alle 2 Minuten ein Wohnungseinbruch oder zumindest ein Einbruchsversuch statt. Dabei haben es die Einbrecher besonders auf Einfamilienhäuser und die Erdgeschoßwohnungen von Mehrfamilienhäusern abgesehen, da diese leichter zugänglich sind als in höheren Etagen gelegene Wohnungen. Aus diesem Grund sollte man nicht nur, aber natürlich ganz besonders, bei ebenerdig zugänglichen Wohnräumen darüber nachdenken, besondere Sicherheitsvorkehrungen gegen Einbrüche zu treffen. Denn wie sowohl die Polizei als auch die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“ immer wieder mitteilt, ist ein sicherer Einbruchschutz noch lange nicht Gang und Gäbe.

Natürlich gilt es zuallererst einfache Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, wie beispielsweise dass man seine Wohnung nicht mit offenen – das heißt auch nicht mit gekippten – Fenstern verlassen sollte oder seine Wohnungstür nicht nur zuziehen, sondern immer richtig abschließen sollte. Aber da man sich, wie entsprechende Experimente der Sicherheitsexperten der Polizei immer wieder beweisen, sogar ohne Erfahrung als Einbrecher und nur mit einfachem Werkzeug ausgerüstet bei den meisten Wohnungen leicht Zugang über deren Fenster oder Terrassentüren verschaffen kann, reichen solche rudimentären Vorsichtsmaßnahmen oft bei weitem nicht aus. Da also die Türen und Fenster die Schwachstellen an einem Haus oder einer Wohnung sind, sind diese Stellen auch diejenigen, an denen man mit einem zusätzlichen Einbruchschutz ansetzen sollte. So ein zusätzlicher Einbruchsschutz kann entweder mechanischer oder elektronischer Art sein.

1 – Mechanischer Einbruchschutz: Ein mechanischer Einbruchschutz kann sein, die allgemein üblichen, leicht zu knackenden Türen und Fenster durch spezielle, einbruchhemmende Exemplare zu ersetzen oder aber seine bisherigen Türen und Fenster mit Zusatzsicherungen nachzurüsten, was natürlich deutlich weniger kostenintensiv ist als eine komplette Umrüstung auf einbruchssichere Türen und Fenster.

2 – Elektronischer Einbruchschutz: Der bekannteste elektronische Einbruchschutz ist wahrscheinlich eine Alarmanlage, Solche Anlagen kann man in der Regel in zwei verschiedene Arten, nämlich zum einen in reine Einbruchmeldeanlagen und zum anderen in sogenannte Gefahrenwarnanlagen unterteilen, die wiederum verschiedenen Normen und Richtlinien unterliegen.

– Eine Einbruchmeldeanlage reagiert mit einem ziemlichen „Krach“ auf unerwünschte Eindringlinge und nimmt diesen damit die Zeit, ihr Vorhaben – also den Einbruch – zu Ende zu bringen. Im Weiteren hilft die lautlose Alarmweiterleitung an einen Sicherheitsdienst dabei den Einbrecher zu fassen.

– Eine Gefahrenwarnanlage meldet nicht nur Einbrüche, sondern informieret darüber hinaus über den kompletten Sicherheitszustand der Wohnung. So warnt eine Gefahrenwarnanlage per internem Alarm oder Fernalarm auch vor Rauchentwicklung oder einem Gas- oder Wasseraustritt. Zudem kann man mit so einem „Smart Home“-System die ganze Wohnung oder das Haus beobachten und fernsteuern.

Wer ist für Einbruchschutz zuständig: Mieter oder Vermieter?

Bleibt noch die Frage zu klären, wer in einem Mietverhältnis für den eventuellen Einbau einer der genannten Sicherheitsmaßnahmen zuständig ist. Wie die erfahrenen Sicherheitsexperten der Initiative „Nicht bei mir“ betonen, obliegt es dem Vermieter von Wohnraum nur, dafür Sorge zu tragen, dass seine Wohnung eine verschließbare Eingangstür hat und auch das ganze Haus mit einer verschließbaren Tür ausgestattet ist. Demnach sind Sie als Vermieter hier von der rechtlichen Seite her aus der Pflicht, Ihre Wohnung mit speziellen Sicherheitseinrichtungen ausrüsten zu müssen. Zu einer Ausnahme von dieser Regel kann es nur kommen, wenn es in dem Haus, in dem Ihre Wohnung liegt oder in dessen direktem Umfeld schon zu mehreren Einbrüchen oder Einbruchsversuchen gekommen ist und der Mieter aus diesem Grund besondere Sicherheitsvorkehrungen beantragt.

Wenn Sie eine möblierte Wohnung vermieten, sollten Sie als Vermieter ein besonderes Interesse daran haben, die Wohnung möglichst Einbruchssicher zu machen. Scheuen Sie bei Erdgeschoss Wohnung keine Kosten Ihr Eigentum und das des Mieters zu schützen. Achten Sie beim Einbau jedweder Sicherheitstechnik aber in jedem Fall darauf, dass es sich dabei um eine geprüfte Vorrichtung handelt, die natürlich auch nur von einem Fachmann installiert werden sollte und das Ganze nicht etwa eine Maßnahme aus dem Bereich „Marke Eigenbau“ ist.

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