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Vermieter Tipps

Möblierte Wohnungen: Wie oft sollten Sie als Vermieter die Matratzen austauschen?

Sebastian Ludwig

Bei möblierten Wohnungen kann die Einrichtung schnell zu einem Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter werden. Um unangenehme Konfrontationen zu vermeiden, ist es ratsam, die Wohnungseinrichtung von Zeit zu Zeit zu erneuern. Ein besonders wichtiges Thema sind Matratzen, da es dabei nicht nur um ästhetische Aspekte geht, sondern auch um die Gesundheit Ihrer Mieter; eine ausgenutzte Matratze bietet in der Nacht nicht dieselbe Stütze für den Körper und kann zu Rücken- und anderen Beschwerden führen. Hinzu kommt die Hygiene, da sich in einer Matratze mit der Zeit Staub, Schweiß und Hautpartikel ablagern, die auf Dauer ebenfalls die Gesundheit beeinträchtigen können. Wir geben Ihnen Ratschläge, wie Sie die Haltbarkeit von Matratzen maximieren können und wann Sie gut beraten sind, die Matratzen auszutauschen.

Verlängern Sie die Lebensdauer von Matratzen

Bei den meisten Matratzen beträgt die Lebensdauer etwa 10 Jahre – nach diesem Zeitraum laufen auch die Garantien vieler führender Matratzenhersteller ab. Jedoch muss eine Matratze richtig gepflegt werden, um auch tatsächlich so lange zu halten. Wie bei vielen anderen Einrichtungsstücken sind auch hier in erster Linie die Mieter gefordert; ist eine Matratze nach nur einem Jahr nicht mehr brauchbar, so hat der Mieter höchstwahrscheinlich seine Sorgfaltspflicht verletzt. Doch in den meisten Fällen sind auch Mieter darum bemüht, die Einrichtung in einem guten Zustand zu halten, und bei Matratzen ist das relativ leicht zu schaffen. Ein regelmäßiges Drehen und Wenden dient dazu, dass die Matratze nicht einseitig abgenutzt wird. Als Faustregel gilt, alle ein bis zwei Monate die Matratze zu wenden. Der Bezug der Matratze sollte aus hygienischen Gründen in regelmäßigen Abständen gewaschen werden; zumindest bei jedem Mieterwechsel ist es empfehlenswert, den Bezug zu waschen oder fachmännisch reinigen zu lassen. Vermieten Sie eine Wohnung langfristig, dann treten Sie mit dem Mieter in Kontakt und stellen Sie sicher, dass die Matratze gemäß den Pflegehinweisen gereinigt wird.

Wann ist eine Matratze auszuwechseln?

Steht ein Mieterwechsel bevor und Sie sind nicht sicher, ob Sie die Matratze auswechseln sollten? Die folgenden Punkte können ein gutes Indiz für den Zustand der Matratze sein:

  • Liegekuhlen: Die Matratze ist abgenutzt und kann den Körper nicht mehr richtig stützen. In diesem Fall sollte eine Matratze unabhängig von ihrem Alter ausgetauscht werden.
  • Verunreinigungen: Hierbei kann es sich um einfache Flecken, Körperflüssigkeiten, Schimmel oder Milbenbefall handeln, wobei oft auch unangenehme Gerüche entstehen. Wenn Sie zeitig reagieren, kann eine Reinigung des Matratzenbezugs genügen. Wenn zu lange damit gewartet wurde, ist unter Umständen die ganze Matratze nicht mehr zu retten.
  • Raumgewicht: Das Raumgewicht ist die Menge von Füllmaterial, die verwendet wurde, um den Matratzenkern herzustellen. Dabei gilt, dass eine Matratze mit höherem Raumgewicht (RG) ihre ursprüngliche Form schneller wieder erreicht und sich weniger Kuhlen bilden, was die Haltbarkeit verlängert. Möchten Sie eine Matratze, die nicht schon nach einigen wenigen Jahren ausgetauscht werden muss, dann achten Sie beim Kauf unbedingt auf das Raumgewicht. Je nach Herstellungsart der Matratze kann sich das Raumgewicht unterscheiden, doch in den allermeisten Fällen weisen qualitativ hochstehende Matratzen ein Raumgewicht von mindestens 40 RG auf.

Informieren Sie sich im Voraus und lassen Sie sich Zeit, bevor Sie eine neue Matratze beschaffen. Im Idealfall können Sie die Preise und Merkmale verschiedener Anbieter vergleichen und auf ein attraktives Sonderangebot warten – dies ist aber nur möglich, wenn Sie früh genug handeln und eine Matratze nicht notfallmäßig innert Tagesfrist austauschen müssen.

Für weitere Artikel zu möblierten Wohnungen folgen Sie dem Link zu den Vermieter Tipps.

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