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Immobilie

Schritt-für-Schritt: Tapezieren leicht gemacht!

Sebastian Ludwig

Farbige und gemusterte Tapeten sind derzeit wieder sehr angesagt und kommen bei Ihren zukünftigen Mietern sicher gut an! Nur wie bekommen Sie die Tapete aus der Verpackung an die Wand? Falls Sie als Vermieter noch nie selbst tapeziert haben, denken Sie bestimmt zunächst daran, eine Firma damit zu beauftragen. Doch diese Kosten können Sie sich auch sparen, denn mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und etwas Zeit und Geduld ist selbst zu tapezieren gar nicht so schwer wie Sie vielleicht denken.

Schritt 1: Die Auswahl der Tapete

Bevor es an die eigentliche Arbeit geht sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Art von Tapete Sie kaufen möchten, also ob es eine einfache Raufasertapete sein soll, die nicht nur zu jeder Einrichtung passt, sondern auch am leichtesten zu verarbeiten ist oder ob Sie sich schon an eine Mustertapete herantrauen. Die zweite Option muss akkurater geklebt werden, verleiht der Wohnung durch frische Farben und ausgefallenen Mustern den gewissen Touch.

Schritt 2: Den Bedarf ermitteln

Nun sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen und alle zu tapezierenden Wände oder Wandteile, exakt vermessen. Haben Sie alles vermessen, addieren Sie die Flächenmaße und kalkulieren dabei immer auch einige Meter für Verschnitt ein. So wichtig die Berechnung der richtigen Menge der benötigten Tapetenrollen ist – zum einen sollte man nicht zu wenige Rollen davon haben, denn wer möchte schon mitten beim Tapezieren noch einmal in den Baumarkt fahren und Nachschub holen müssen, zum anderen ist aber ein Überschuss an gekauften eine unnötige Ausgabe – so einfach ist sie auch. Denn diese Arbeit nimmt Ihnen in der Regel der auf verschiedenen Webseiten zur Verfügung stehende  Tapetenrechner ab. Geben Sie einfach die vorher ausgemessenen Raummaße der Zimmer ein, die Sie tapezieren möchten, plus der gewählten Tapetensorte und es wird genau berechnet, wie viele Rollen Sie davon kaufen müssen.

Schritt 3: Die richtige Grundlage schaffen

Obwohl das Entfernen der alten Tapeten manchmal eine recht mühsame Arbeit sein kann, sollten Sie diese doch möglichst sorgfältig durchführen. Dabei hilft es sehr, die alten Tapeten mit Tapetenablöser oder Seifenwasser einzuweichen. Nach dem Trocknen lässt sich die Masse dann mühelos mit Sandpapier glatt schleifen; ebenso beseitigt werden sollten andere Unebenheiten der Wand sowie eventuelle Löcher, die zugespachtelt werden müssen. Denn eine wichtige Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Tapezieren sind ebene, staubfreie und trockene Wände.

Schritt 4: Die Tapete an die Wand

Um seine Tapeten gerade an die Wand bringen zu können sollte man sich diese vorher mit exakten senkrechten Linien markieren. Solche geraden Linien bekommen Sie entweder mit einer Wasserwaage oder einer Lotschnur, die man sich aus einer reißfesten Schnur, einem Nagel zum Befestigen derselben oben an der Wand und einem kleinen Gewicht (wie z. B. einem Holzklötzchen, einem Radiergummi o.ä.) leicht zusammenbasteln kann. Das Anzeichnen der Linie gehen Sie am besten immer zu zweit an, das heißt einer hält das Lot und der andere zeichnet die Linien. Übrigens sollten vorhandene Fußleisten zum Ausloten der Wände nach Möglichkeit abgeschraubt werden, so dass diese keine Fehlerquelle mehr darstellen können.

Messen Sie nun die benötigte Länge der Bahnen aus und geben jeweils ca. 10cm für den Verschnitt dazu. Sind die Tapetenbahnen in der richtigen Länge abgeschnitten geht es ans Einkleistern derselben bzw. deren Rückseite. Nun müssen die Tapeten einweichen: Dazu falten Sie die Bahnen von beiden Enden zur Mitte hin, so dass die eingekleisterten Flächen aufeinanderliegen. Nach der Einweichzeit beginnen Sie mit dem Anbringen der ersten Tapetenbahn entlang der mit dem Lot gezogenen Bleistiftlinie und kleben danach eine Tapetenbahn nach der nächsten auf Stoß an die Wand, wobei Sie darauf achten sollten, diese in der Reihenfolge zu verarbeiten, in der sie eingekleistert wurden, da sonst der Kleister auf einer vergessenen Bahn zu trocken werden könnte. Drücken Sie jede Bahn von oben nach unten und von der Mitte zu den Seiten an die Wand und streichen diese dann mit einer Tapezierbürste glatt. Achten Sie darauf,  immer mit dem Licht, d.h. vom Fenster weg zu arbeiten, denn dadurch werfen eventuelle Überlappungen keine Schatten.

Schritt 5: Ein letzter Schnitt

Markieren Sie den an der Fußleiste überstehenden Rest der Tapetenbahnen zunächst mit einem Bleistift oder einem Nagel und schneiden ihn dann ab. Da die Tapete nach dem Tapezieren nicht zu schnell trocknen sollte, sollten Sie Zugluft nach Möglichkeit vermeiden und ebenfalls nicht zu stark heizen.

Mit diesen Schritten meistern auch Sie die Anbringung von Tapeten und geben Ihrer Wohnung einen neuen Look. Jetzt noch ein paar schöne Fotos für Ihr Inserat und schon ziehen Sie damit neue Mieter an. Wie Sie die perfekten Fotos Ihrer Wohnung schießen erfahren Sie hier:
10 Tipps für perfekte Bilder von Ihrem Apartment.

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