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Einrichtung

Unverwüstliche Pflanzen für ein besseres Raumklima

Sebastian Ludwig

Was haben ein Büro, ein überfüllter Vorlesungssaal oder eine ganz normale Stadtwohnung mit einem Raumschiff gemeinsam? Die Antwort auf diese Frage ist leider: die darin vorherrschende schlechte Luft. Denn inzwischen gehört die sauerstoffarme Luft, die wir den ganzen Tag im Büro und danach als von der Arbeit gestresste und ermüdete Menschen in unserer häuslichen Umgebung einatmen zu den fünf schlimmsten Faktoren, die unsere Gesundheit aus umwelttechnischer Sicht schaden können. Viele Baumaterialen, aber auch unsere Einrichtungsgegenstände – allen voran Polstermaterial – sowie viele gängige Reinigungsmittel, geben gesundheitsgefährdende Stoffe wie beispielsweise Formaldehyd ab. Und dazu kommen noch weitere potentiell gesundheitsschädliche Stoffe wie etwa Pollen oder Bakterien, die Belastung durch Hausstaub und Milben und die von Abgasen verschmutzte Luft von außerhalb der Wohnung.

Viele Arbeitgeber haben schon auf dieses Problem reagiert, indem sie ihre Büroräume mit Pflanzen ausgestattet haben, die für frische Luft am Arbeitsplatz sorgen sollen. Was hindert Sie als Vermieter von möbliertem Wohnraum dann eigentlich daran, diesem guten Beispiel zu folgen und Ihre zu vermietenden Zimmer, Apartments oder Wohnungen mit denselben luftverbessernden, schön anzusehenden und dabei praktisch unverwüstlichen Grünpflanzen auszustatten, wie sie heute bereits in vielen Büros zu finden sind?

Deshalb haben wir Ihnen als Anregung für die Schaffung eines guten Raumklimas hier die Top 7 der unverwüstlichen Zimmerpflanzen zusammengestellt:

  1. Alle Kakteen sowie andere Sukkulenten lassen sich sehr gut auf Fensterbänken oder in der Nähe eines großen Fensters halten. Auch wenn pralle Sonne rund um die Uhr zu viel des Guten für sie wäre, mögen diese Pflanzen, die bekanntermaßen ohne viel Wasser auskommen, eine direkte Südlage.
  2. Die Sansevieria, auch Bogenhanf genannt, gilt als fast unzerstörbar. Denn die Überlebenskünstlerin erfordert wenig Pflegeaufwand (sie kommt mit wenig Wasser und Licht aus) und ist dazu ein dekorativer Blickfang.
  3. Eine der pflegeleichtesten Zimmerpflanzen ist wohl der Elefantenfuß. Denn dieses baumartige Gewächs mit den langen Blättern hält es notfalls sogar monatelang ohne Wasser aus. Bekommt er dann Wasser, wird es im keulenförmigen Stamm gespeichert. Die aus Mexiko stammende Pflanze verträgt außerdem starke Temperaturschwankungen von bis zu 30 Grad. Aber Achtung: der Elefantenfuß ist für Katzen giftig! Bitte weisen Sie Ihre Mieter falls Haustierhaltung in Ihrer Wohnung erlaubt ist auf diese Tatsache hin!
  4. Die als ein Klassiker der unverwüstlichen Pflanzen geltende Grünlilie, die einfach an fast jedem Standort – ob hell oder dunkel – gedeiht, auch wenn sie es, falls die Auswahl besteht, lieber hell mag.

Und dann sind da noch:

  1. der aus den tropischen Gefilden Afrikas stammende und kompakt wachsende Drachenbaum der Sorte Lemon Lime mit seinen vielfältigen Grüntönen.
  2. der wirklich fast unverwüstliche Zamioculcas, dem es ganz egal ist, ob er wenig oder unregelmäßig gewässert wird, trockene oder feuchte Luft hat und/oder im Licht oder im Schatten steht.
  3. die ursprünglich von den australischen Lord-Howe-Inseln stammende Kentia-Palme, die als ein besonders guter Luftverbesserer gilt, aber doch etwas mehr Pflege benötigt als andere unverwüstliche Pflanzen (so darf z. Bsp. ihr Substrat nie austrocknen, so dass sie mindestens ein- bis zweimal in der Woche gegossen werden muss).

Statten Sie Ihre zu vermietende Wohnung mit einer Auswahl dieser Pflanzen aus. Das macht die Luft besser und verleiht der Wohnung frische. Da diese Pflanzen praktischerweise mit sehr wenig Wasser auskommen, werden diese auch überleben, wenn Sie die Wohnung an vielbeschäftigte Studenten vermieten. Es schadet bei Einzug Ihrer Mieter natürlich nicht, diese darauf hinzuweisen, wie häufig das schöne Grün gegossen werden sollte.

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